Frederik Köster „Die Verwandlung“

Mittwoch, 25. September 2013

20:00 – 23:00

Kategorie: GEjazzt auf Consol

Das neue Album des Trompeters Frederik Köster trägt nicht umsonst den Titel „Die Verwandlung“. Tatsächlich erscheint uns der Kölner ganz neu aufgestellt. Neue Band, neuer Sound, neue Philosophie. Nur seine Neugier ist dieselbe geblieben. Nachdem er sehr erfolgreich drei Alben mit konstanter Besetzung eingespielt hatte, war es für ihn an der Zeit, mit neuen Gefährten andere Wege zu beschreiten. Von Kafkas Romantitel „Die Verwandlung“ inspiriert, ist seine neue CD voller literarischer Verweise von Allen Ginsberg bis zu Haruki Murakami. Als kafkaesk kann man die Musik sicher nicht bezeichnen, eher hat Köster zu einer neuen Klarheit des Ausdrucks gefunden.

Beschreiten viele Jazzmusiker den Pfad von den Urgründen dieses Genres zur Abstraktion, geht Köster genau den entgegengesetzten Weg. Es ist für ihn die Rückkehr an einen Ort, an dem er nie zuvor war. „Die Verwandlung“ ist wohl sein bislang unmissverständlichstes Bekenntnis zu jener Musik, für die wir uns ohne alle Umschweife auf den Begriff Jazz einigen können.

Allerdings offenbart sich Köster auch mehr denn je als Trompeter. Er ist wieder mehr Solist mit Band, auch wenn seine Gespielen Sebastian Sternal (Klavier), Joscha Oetz (Bass) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) sich nicht über einen Mangel an Freiraum und kollektiver Teilhabe beklagen können. Aber aus der Musik sprechen auch deutlich einige Vorbilder des Trompeters Köster wie zum Beispiel Tomasz Stanko, Chet Baker oder Kenny Wheeler.

Frederik Köster (geb. 14.10.1977) studierte in Detmold Schulmusik und in Köln Jazz-Trompete und Jazz-Komposition/Arrangement. Viele Preise krönen seinen musikalischen Weg: z.B. gab es 2009 den neuen deutschen Jazzpreis in Mannheim für sein Quartett, der Preis für den besten Solisten ging ebenfalls an Frederik Köster. Im Mai 2010 erhält er für sein Album “ZEICHEN DER ZEIT” den ECHO JAZZ in der Kategorie Instrumentalist des Jahres national – Blechblasinstrumente/Brass. 2010 wird er mit dem WDR Jazzpreis in der Kategorie “Improvisation” geehrt. Es folgt der Westfalen-Jazz-Preis 2013. Ebenfalls mit dem Echo Jazz ausgezeichnet wurden Jonas Burgwinkel (2012) und Sebastian Sternal (2013).

Foto: Gerhard Richter

  • VERANSTALTUNGSORT

  • Consol Theater

Tickets

Veranstalter

GEjazzt - Initiative zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Gelsenkirchen
Konzert gefördert aus Mitteln des Kulturcents Gelsenkirchen

Veranstaltungsort

Consol Theater Gelsenkirchen - Kellerbar
Bismarckstraße 240, 45889 Gelsenkirchen
Kartentelefon: 0209 - 988 22 82
info@gejazzt.de

Eintrittspreise

Vorverkauf 13 € Abendkasse 15 € (ermäßigt 10 €)